Neben den Hauptspezialisierungen wie Medizin und Chirurgie sind rund 15 Spezialgebiete, wie Kardiologie, Neurologie, Fortpflanzung oder Augenheilkunde in der neuen Kleintierklinik vertreten.

Einweihung des Kleintierklinik-Neubaus der Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich

Die im Jahr 1963 in Betrieb genommene Kleintierklinik der Universität Zürich wurde durch einen Neubau ersetzt, der der zunehmenden Spezialisierung der Tierärztinnen und Tierärzte, den steigenden Patientenzahlen und den Erwartungen an eine zeitgemässe Institution Rechnung trägt. Die jährlich rund 14 000 betreuten Patienten sind Hunde und Katzen sowie Zoo-, Heim- und Wildtiere.

Das Einzugsgebiet der Klinik umfasst die ganze Ostschweiz, das Tessin sowie den grenznahen süddeutschen, vorarlbergischen und oberitalienischen Raum. Um auch in Zukunft die gute Positionierung der Kleintierklinik auf internationalem Niveau halten zu können, erwies sich ein Neubau als einzige Lösung. Der Kantonsrat sprach im Jahr 2005 für den Neubau der Kleintierklinik einen Kredit von rund 28 Millionen Franken.

Neue Kleintierklinik – ein wichtiger Faktor für den Zürcher Standort
«Der Neubau der Kleintierklinik – in direkter Nachbarschaft zu den weiteren Anlagen der Vetsuisse-Fakultät und den universitären Bauten des Irchel-Areals – gibt dem Zürcher Standort neuen Schwung», sagte Regierungsrätin Regine Aeppli anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten. Das grosszügige Raumangebot und die zeitgemässe Infrastruktur der neuen Kleintierklinik ermöglichen nun auch den Kleingruppen-Unterricht.
Neben den Hauptspezialisierungen wie Medizin und Chirurgie sind rund 15 Spezialgebiete, wie Kardiologie, Neurologie, Fortpflanzung oder Augenheilkunde in der neuen Kleintierklinik vertreten. Mit dem Neubau wird die Zukunft der Kleintierklinik als international anerkanntes universitäres Ausbildungs- und Behandlungszentrum gesichert.

Stilvolle und zweckmässige Architektur
Das Projekt stammt von den Zürcher Architekten Lorenz Baumann und Alain Roserens, die als Sieger aus einem Wettbewerb des kantonalen Hochbauamts hervorgingen. Ein wesentliches Gestaltungselement ist das Korridorsystem. Dieses ist geprägt von Verengungen und Ausweitungen, wobei grosszügige Öffnungen in der Fassade und in der Dachfläche die Erweiterungszonen betonen. Der Neubau wird als T-förmiger Baukörper in die bestehende Struktur der campusartigen Gesamtanlage integriert. Kantonsbaumeister Stefan Bitterli freute sich über den gelungenen Neubau: «Die Erstellung einer Klinik für Kleintiere auf dem Niveau einer Medizin von internationalem Rang kann nur das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit eines Teams von Planern und Spezialisten sein.» Und Prof. Dr. Felix Althaus meinte: «Mit dem Neubau der Kleintierklinik können wir den zukünftigen Studierenden hervorragende Ausbildungsplätze für eine berufliche Zukunft in der Veterinärmedizin anbieten.»

Räumliche Organisation
Der Klinikbetrieb ist auf zwei Funktionsebenen organisiert: Während im Erdgeschoss die Tieraufnahme, die Konsultationsräume sowie die Bereiche für besondere Untersuchungen untergebracht sind, befinden sich im Obergeschoss die eigentlichen Behandlungsräume mit Operationstrakt sowie die Stallungen mit vorgelagerten Aussengehegen. Die Trennwände der Nutzräume sind nichttragende Elemente. Damit bleibt die räumliche Einteilung flexibel und kann später bei Bedarf veränderten funktionalen Anforderungen angepasst werden. Die Aussenhaut besteht aus einer Aussenwärmedämmung, die mit einem mineralischen, eingefärbten Kratzputz versehen wurde.

Text und Fotos: Baudirektion des Kantons Zürich

Vetsuisse–Fakultät
In der Schweiz bestehen an den Universitäten Bern und Zürich veterinärmedizinische Fakultäten. 2004 haben die Erziehungsdirektion des Kantons Bern und die Bildungsdirektion des Kantons Zürich beschlossen, diese zu einer gemeinsamen Veterinärmedizinischen Fakultät zu vereinen (Projekt Vetsuisse). Dabei soll die Grundausbildung, soweit aus fachlichen und organisatorischen Gründen vertretbar, an beiden Standorten möglich sein. Das erklärte Ziel der neuen Vetsuisse-Fakultät ist, in Lehre, Forschung und Dienstleistung weltweit zu den zehn besten Ausbildungsplätzen zu gehören.

www.vet.uzh.ch.


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