Aus Stein wird Zement
Exkursion der Baukader der Sektion Luzern in die Zementwerke der Holcim Schweiz AG Brunnen.
26 Mitglieder der Sektion Luzern bestiegen in Rothenburg den Car, der mit den Baukadern um 10.00 Uhr in Brunnen eintraf. Dort wurden sie von den Herren Jauch, Betriebsleiter und Willi Hüsler, Chemiker, der Zementfabrik der Holcim Schweiz AG empfangen. Zuerst wurde ihnen ein Film über die Betriebsabläufe und über das Firmenleitbild vorgeführt. Anschliessend wurden sie über einen Treppenmarathon durch den Betrieb geführt, vorbei an den Produktionsanlagen. Bis zum Endprodukt Zement sind vier Arbeitsprozesse erforderlich.
DIE ROHMATERIALGEWINNUNG UND ROHMATERIALAUFBEREITUNG

Mit modernster Technik wird im Steinbruch Schönenbuch Kalkstein abgebaut. Bodenproben werden genommen, damit das geeignete Material in die Produktion gelangt. Die Grosslochsprengung wird örtlich und zeitlich exakt vorbereitet. Der Kegelbrecher zerkleinert das Rohmaterial zu faustgrossen Stücken, die per Förderband in die Lagerhalle transportiert werden. Von dort wird der Kalkstein mit dem Mühlibähnli in die Fabrik geführt. Kalkstein und Tonmergel werden auf dem gleichen Förderband dem Brennprozess zugeführt. Doch zuvor wird das Material im Prallbrecher weiter zerkleinert und zwischengelagert.

DER BRENNPROZESS BEI 1450 GRAD CELSIUS

Durch Beimischung von Wasser entstehen aus dem homogenen Rohmehl sogenannte Granalien. Auf dem Wanderrost gelangen sie zum Lepol-Drehofen, einem Koloss mit hochsensiblen Fähigkeiten. Infolge des leichten Gefälles und der Drehung durchwandern die Granalien selbständig die riesige Ofenröhre und erhitzen sich auf eine Temperatur von 1450 Grad Celsius. Dadurch finden verschiedene chemische Umwandlungen statt. Diese nennt man Verklinkerung. Die Klinkerkörner werden in einer Halle zwischengelagert.

ÜBER DIE VERMAHLUNG IN DEN VERSAND

In den Zementmühlen wird der Klinker unter Zugabe von 4 Prozent Rohgips fein vermahlen. Dadurch erhält der Zement seine besonderen Eigenschaften, welche im betriebseigenen Labor stets überwacht werden. Von der frachtgünstigen Innerschweiz tritt der Zement seine Reise an, per Strasse oder Schiene. Gesamtschweizerisch werden über 50 Prozent der Lieferung via Bahn abgewickelt.

AUCH SCHOTTER, KIES, SAND UND SPLITT UND DIE ANDERE TALSEITE

Neben Zement liefert das Werk auch Schotter, Kies, Sand und Splitt. Nach der Besichtigung wurden die Luzerner Baukader zu einem Apéro eingeladen. Anschliessend übernahm Meinrad Grüeniger, Mitglied der Sektion Luzern und Chef Steinbruch und Schotterwerk der HCB, die weitere Führung. Mit dem Car wurden wir Baukader zum Steinbruch Schönenbuch, von wo wir auch den Tonmergelsteinbruch Nägeli auf der anderen Talseite bestaunen konnten. Meinrad Grüeniger verstand es hervorragend neben Wissenswertem zu den Steinbrüchen auch Brunnen als Kur- und Ferienort am Vierwaldstättersee zu vermitteln und vorzustellen.
Zurück in Brunnen spendierte uns die Sektion ein köstliches Mittagessen mit Aussicht auf den See. Überrascht hat uns der Präsident der Sektion Schwyz mit seinem Besuch und spendete uns allen den Mittagskaffee. Er bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit mit der Sektion Luzern. Dann war die Rückreise nach Rothenburg angesagt. Alle waren überzeugt, eine interessante Exkursion erlebt zu haben.

Text: Sigi Lustenberger
Fotos: Holcim Schweiz AG
Reportage
Aus Stein wird Zement
Exkursion der Baukader der Sektion Luzern in die Zementwerke der Holcim Schweiz AG Brunnen.
26 Mitglieder der Sektion Luzern bestiegen in Rothenburg den Car, der mit den Baukadern um 10.00 Uhr in Brunnen eintraf. Dort wurden sie von den Herren Jauch, Betriebsleiter und Willi Hüsler, Chemiker, der Zementfabrik der Holcim Schweiz AG empfangen. Zuerst wurde ihnen ein Film über die Betriebsabläufe und über das Firmenleitbild vorgeführt. Anschliessend wurden sie über einen Treppenmarathon durch den Betrieb geführt, vorbei an den Produktionsanlagen. Bis zum Endprodukt Zement sind vier Arbeitsprozesse erforderlich.
DIE ROHMATERIALGEWINNUNG UND ROHMATERIALAUFBEREITUNG

Mit modernster Technik wird im Steinbruch Schönenbuch Kalkstein abgebaut. Bodenproben werden genommen, damit das geeignete Material in die Produktion gelangt. Die Grosslochsprengung wird örtlich und zeitlich exakt vorbereitet. Der Kegelbrecher zerkleinert das Rohmaterial zu faustgrossen Stücken, die per Förderband in die Lagerhalle transportiert werden. Von dort wird der Kalkstein mit dem Mühlibähnli in die Fabrik geführt. Kalkstein und Tonmergel werden auf dem gleichen Förderband dem Brennprozess zugeführt. Doch zuvor wird das Material im Prallbrecher weiter zerkleinert und zwischengelagert.

DER BRENNPROZESS BEI 1450 GRAD CELSIUS

Durch Beimischung von Wasser entstehen aus dem homogenen Rohmehl sogenannte Granalien. Auf dem Wanderrost gelangen sie zum Lepol-Drehofen, einem Koloss mit hochsensiblen Fähigkeiten. Infolge des leichten Gefälles und der Drehung durchwandern die Granalien selbständig die riesige Ofenröhre und erhitzen sich auf eine Temperatur von 1450 Grad Celsius. Dadurch finden verschiedene chemische Umwandlungen statt. Diese nennt man Verklinkerung. Die Klinkerkörner werden in einer Halle zwischengelagert.

ÜBER DIE VERMAHLUNG IN DEN VERSAND

In den Zementmühlen wird der Klinker unter Zugabe von 4 Prozent Rohgips fein vermahlen. Dadurch erhält der Zement seine besonderen Eigenschaften, welche im betriebseigenen Labor stets überwacht werden. Von der frachtgünstigen Innerschweiz tritt der Zement seine Reise an, per Strasse oder Schiene. Gesamtschweizerisch werden über 50 Prozent der Lieferung via Bahn abgewickelt.

AUCH SCHOTTER, KIES, SAND UND SPLITT UND DIE ANDERE TALSEITE

Neben Zement liefert das Werk auch Schotter, Kies, Sand und Splitt. Nach der Besichtigung wurden die Luzerner Baukader zu einem Apéro eingeladen. Anschliessend übernahm Meinrad Grüeniger, Mitglied der Sektion Luzern und Chef Steinbruch und Schotterwerk der HCB, die weitere Führung. Mit dem Car wurden wir Baukader zum Steinbruch Schönenbuch, von wo wir auch den Tonmergelsteinbruch Nägeli auf der anderen Talseite bestaunen konnten. Meinrad Grüeniger verstand es hervorragend neben Wissenswertem zu den Steinbrüchen auch Brunnen als Kur- und Ferienort am Vierwaldstättersee zu vermitteln und vorzustellen.
Zurück in Brunnen spendierte uns die Sektion ein köstliches Mittagessen mit Aussicht auf den See. Überrascht hat uns der Präsident der Sektion Schwyz mit seinem Besuch und spendete uns allen den Mittagskaffee. Er bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit mit der Sektion Luzern. Dann war die Rückreise nach Rothenburg angesagt. Alle waren überzeugt, eine interessante Exkursion erlebt zu haben.

Text: Sigi Lustenberger
Fotos: Holcim Schweiz AG
Reportage

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