Sicherheit auf dem Dach


Keine Arbeiten auf dem Dach ohne korrekte Sicherheitsausrüstung und -installation.

Seit 20 Jahren befasst sich Rolf Hofer, gelernter Maurer, Polier, Bauführer und Mitglied von Baukader Schweiz mit der Sicherheit auf dem Dach. Beim Besuch in luftiger Höhe – auf dem Flachdach des Länderparks in Stans - erklärt er, wie für ihn und seine Mitarbeitenden eine Baustelle des Monats aussieht.

Für einmal sieht man die Baustelle des Monats nicht von Weitem, weder Kran noch Gerüst sind sichtbar. Und die Werkzeuge der «Bauarbeiter» sind eine Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ein schwarzer, wasserfester Filzschreiber und die sogenannten «Siegel», die bestätigen, dass die LUX-Top-Anschlageinrichtung auf dem Länderpark in Stans auf ihre Qualität kontrolliert wurde.

Zwei Mitarbeitende der Firma Hofer Dachsicherheit GmbH, nehmen uns auf dem Dach in Empfang, die PSAgA ist vorbildlich montiert und nun geht es los. Jeder Meter der 825 Meter umfassenden horizontalen Anschlageinrichtung, die Stahlseile also, wird auf Korrosion, Verschmutzung und Erscheinungsbild überprüft. Auch die im Flachdach installierten Anschlagpunkte Total 114 Stück werden nach denselben Kriterien kontrolliert und dokumentiert. Und zum Schluss werden die bauseits vorhandenen Persönlichen Schutz-Ausrüstungen gegen Absturz (PSAgA) auf ihre Funktionstüchtigkeit untersucht.

Und tatsächlich, einige Meter des Stahlseiles der horizontalen Anschlageinrichtung müssen erneuert werden. Dies erfordert eine kurze Rücksprache mit dem Leiter der Centerdienste des Länderparks Stans, Patrik Muff. Er nimmt einen Augenschein, lässt sich die Details von Rolf Hofer erklären und ist mit der vorgeschlagenen Lösung einverstanden. Rolf Hofer ist zufrieden. Für ihn gilt nur eines: «Wenn der Unfall passiert ist, ist es zu spät.» Die Sicherheit derjenigen Menschen, die auf Dächern arbeiten ist ihm ein Anliegen. Die gesetzliche Grundlage dafür ist das UVG, das vorschreibt, dass der Hauseigentümer für die Sicherheit der auf dem Dach Arbeitenden verantwortlich ist.

Es geht um Menschenleben

Rolf Hofer blickt zurück. «Vor 20 Jahren haben wir in einer Garage mit der Vermarktung unseres Produktes angefangen. Und vier Jahre lang kein einziges Stück verkaufen können», sagt er. Heute beschäftigt er rund 10 Mitarbeitende und verkauft mit ihnen einige hundert Anschlagpunkte sowie mehrere Kilometer Seil pro Jahr. Wenn man ihn fragt, was er denn besonders gerne macht, antwortet er sofort: «Die Menschen aufklären um was es geht. Es geht um Menschenleben, nicht um eine teure Installation, die nichts bringt.» Viel Freude machen Hofer auch die Seminare, die er mit seiner Firma durchführt. Den Betroffenen das Thema Dachsicherheit zu vermitteln, ist ihm ein Anliegen. Da ist er mit viel Herzblut dabei, das spürt man.

Die zwei Mitarbeiter haben die Überprüfung der Anlage auf dem Länderpark inzwischen beendet. Nun wird das Kontrollschild mit dem aktuellen Datum versehen und bekommt das aktuelle Kontrollsiegel aufgeklebt. Und weiter geht’s zur nächsten «Baustelle», sei’s ein Einfamilienhaus oder der Flughafen Zürich.


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