20. September 2021

Veteranenreise Rigi 2021

Reisebericht der Veteranen

 Donnerstag, 16. September 2021

Rundreise zur Königin der Berge

   

 

Pünktlich, wie bestellt trafen wir, 15 Personen von der Veteranenvereinigung der Sektion Zürich, im HB Zürich ein zu unserer Rundreise. Hans Ruedi hat natürlich, wie immer alles bestens geplant und organisiert. So stiegen wir in das reservierte Abteil ein und fuhren Richtung Innerschweiz. Entgegen der vorhergesagten Wetterprognose wurden wir schon bald von der Sonne geblendet. In Arth Goldau genossen wir die wärmende Sonne, bevor in die Rigibahn einsteigen durften. Weil die neue Zugskomposition tags zuvor aus den Schienen sprang, mussten wir mit der alten Bahn vorliebnehmen. In gemächlichem Tempo gings aufwärts. Dank der Reservation hatten wir genug Platz und freie Sicht um Landschaft, Geologie und Bahntechnik zu bestaunen. Je näher wir uns der Rigi-Staffel näherten überzog sich der Himmel mit Nebel und Gewölk. Macht nichts, wir wurden ja zum Mittagessen im Restaurant Lok 7 erwartet. Alle hatten brav das Zertifikat dabei. Die Kontrolle durch den Wirt verlief reibungslos während parallel dazu die Bestellung aufgenommen wurde. Zum vorbestellten Menü nach Auswahl bot uns der Wirt noch zusätzlich einen Salat oder Suppe an. Kaum serviert, verkündete Hans Ruedi das Nachmittagsprogramm, welches ein wenig unter Zeitdruck stand. Zur Auswahl standen: Kaffee runter, raus auf die Bahn und hinunter nach Vitznau in das Lokdepot oder etwas gemütlicher mit einem Zug später, dafür Verzicht der Depotführung, denn um 14.47 h sollten wir das Schiff nach Luzern besteigen.

Also noch schnell bezahlen und raus zur Station Rigi-Staffel.  Ein paar Minuten blieben uns noch, um den Dampfzug mit der Lok zu bestaunen, welche für die Fahrt zum Rigi-Kulm vorbereitet wurde – ölen, schmieren, heizen. Während der Talfahrt begann es schon mal zu regnen, als Kostprobe für später.

In Vitznau empfing uns Rolf Lüönd, der uns mit kompetenten Aussagen durch das Depot führte.

Angefangen draussen bei der Draisine, welche vom früheren Direktor als Transportmittel vom Berg zur Arbeit ins Depot am frühen Morgen benutzt wurde. Hinunter im «Freilauf», hinauf wurde sie mit dem Zug gestossen. Einzigartig auch die mehrgleisige Drehscheibe. In der Werkstatt werden Zahnstangen gerichtet und aufprofiliert, Getriebe, Motoren, Drehgestelle und alles rundum den Bahnbetrieb repariert, restauriert und unterhalten. Zu sehen bekamen wir auch die verschiedensten Wagen zum Transport von Personen und fast allen Gütern, die man sich vorstellen kann, denn auf den Berg führt keine Autostrasse. So werden Lebensmittel, Getränke und Güter fürs tägliche Leben für Private, Läden, Restaurants und Hotel hinaufbefördert. Dazu kommt alles Baumaterial für den Rohbau und den Innenausbau sowie die dazu benötigten Geräte und Maschinen von der Handsäge bis zum Bagger.

Bei der Vorstellung der Dampflok 17, der wir ins Maul schauen konnten, blühte Rolf Lüönd als

Mechaniker und Lokführer so richtig auf. Mit Begeisterung erklärte er uns das Funktionieren der «Dampfmaschine» inkl. dem Heizen, was viel mehr als nur Kohle schaufeln ist und viel Gefühl braucht, damit der Heizkessel nicht überhitzt und doch immer genügend Dampf produziert. Auch die richtige Menge Kohle und Wasser muss bereitgestellt werden, ansonsten die Lok nicht auf dem Berg ankommt. Die Schwerarbeit wird aber besonders im Winter bei Sonnenschein, blauem Himmel, weissem Schnee und dem Rauch der dampfenden Lok entschädigt.

Schneepflug, Schneeschleuder und Reparaturwagen für den Fahrleitungsunterhalt stehen auch bereit und warten auf ihren Einsatz. Am rentabelsten sind sie aber, wenn sie im Depot stehen, denn ihr Einsatz ist immer mit Mehrarbeit verbunden.

Ein Blick auf die Uhr erinnerte uns daran, dass das Schiff bald anlegt, und so verabschieden wir uns vom Depot und Herrn Lüönd mit Applaus. Mehr zu erfahren, gibt’s im Internet oder bei einem persönlichen Besuch der Rigibahnen. Ein Erlebnis im Sommer wie im Winter.

Von der Station her stossen nun auch die Teilnehmer, welche den Zug später nahmen, wieder zu uns und so bestiegen wir bei strömendem Regen das Schiff. Hier an der Wärme im Schiffrestaurant störte das Wetter aber nicht und nach einer knappen Stunde trafen wir in Luzern ein. Umsteigen auf den Zug nach Zürich und schon endet unsere Reise.

Hans Ruedi, ganz herzlichen Dank dass du uns diesen abwechslungs-, auch lehrreichen und geselligen Tag durch deine Organisation ermöglichst hast.

 

Foto und Text: R. Breitenmoser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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