11. September 2019

Baukader des Monats September 2019

Fragen an unseren Baukader des Monats Manuel Bangerter

 

Wann läutet bei dir der Wecker?

Um 05.00 Uhr.

Wie viel Zeit verbringst du täglich auf der Baustelle und/oder im Büro?

10 – 11 Stunden.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit?

Die Vielseitigkeit, der Kontakt zu Bauherren, Investoren, Architekten, Lieferanten und den eigenen Mitarbeitenden. Die Symbiose zwischen betriebswirtschaftlichen und technischen Aspekten sagt mir ebenfalls sehr zu.

Auf welches Bauwerk, an dem du mitgearbeitet hast, bist du stolz?

Da gibt es sicher einige, ich möchte zwei erwähnen: Die Aushub- und Entsorgungsarbeiten für das Haus am Teich im Lindenfeld Suhr sind uns besonders gut gelungen. Obwohl sowohl meine Firma, als auch ich als Projektleiter wenig Erfahrung im Umgang mit Grossaushuben in belasteten Katastern hatten, konnten wir innerhalb von gut einem Monat zur Zufriedenheit aller Beteiligten mehr als 12‘000m3 Inert-Material verschiedener Typen fachgerecht ausheben, triagieren, abtransportieren und deponieren. Das zweite Projekt, welches mich mit enormen Stolz erfüllt, ist der Bau des Wohnparks Lochgasse in Gränichen. Die Überbauung besteht aus zehn Mehrfamilienhäusern, wir hatten damals fünf Turmdrehkrane gleichzeitig vor Ort.

Würdest du dich gerne weiterbilden? Wenn ja, in welchem Bereich?

In den nächsten Jahren strebe ich den Besuch der Baumeisterschule an. Ausserdem schätze ich den Besuch von „berufsfremden“ Seminaren sehr – sie erweitern den Horizont und tragen gleichzeitig zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

Der Schwerpunkt unserer nächsten Ausgabe ist «Sicherheit». Was interessiert dich zu diesem Thema?

Wie das Sicherheitsdenken parallel zum Qualitätsmanagement und zur Wirtschaftlichkeit in eine Firmen-DNA implementiert werden kann.

Was ist dir neben deiner Arbeit wichtig?

Der Kontakt zu Freunden und Familie.

Wo verbringst du deinen nächsten Urlaub?

Wahrscheinlich in Kolumbien. Ein guter Kollege von mir hat dort sein Austauschsemester während des Studiums absolviert, ich hatte ihn damals für eine längere Zeit besucht und es sind Freundschaften entstanden, welche ich gerne weiterpflegen würde.

Welche fünf Dinge kommen neben deinen Liebsten mit auf die Insel?

Sackmesser, Badehose, Uhr, Bleistift, Papier.

Du kandidierst als Jungreisinniger des Kantons Aargau für den Nationalrat. Welches sind deine Anliegen?

Ich setze mich für den Stellenwert unseres dualen Bildungssystems ein sowie die Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten, welche auf dessen Basis aufbauen. Weiter möchte ich gute Rahmenbedingungen für Handwerksbetriebe aller Art schaffen. Der Mittelstand liegt mir besonders am Herzen, ich kämpfe für dessen finanzieller Entlastung. Weitere Positionen sind unter https://manuelbangerter.ch zu finden.

Und weshalb sollen dich unsere Mitglieder im Kanton Aargau wählen?

Weil ich einer von ihnen bin. Ich habe mein Leben lang im Kanton Aargau gelebt, alle Ausbildungen hier absolviert und bin auch beruflich hier aktiv. Ausserdem ist das Baugewerbe in Bern massiv untervertreten – ein Problem, das uns sehr trifft. Unsere Stimme hat kein Gewicht, obwohl wir alleine im Bauhauptgewerbe 3% zum Bruttoinlandprodukt beitragen. Das ist ein Vielfaches dessen, was die meisten anderen Branchen leisten. Mit dem Baunebengewerbe sind wir gar vor Branchen wie den Finanz- oder Versicherungsdienstleistungen. Die Landwirtschaft oder das Gastgewerbe erreichen einen Bruchteil unserer Wertschöpfung, sind aber in der nationalen Politik viel stärker vertreten. 345‘000 Erwerbstätige oder rund 7% aller Arbeitnehmenden sind im Baugewerbe angestellt – politische Themen wie das Rahmenabkommen würden direkt uns betreffen.

Was bringt dir deine Mitgliedschaft bei Baukader?

Dank der Baukader-Verbandszeitschrift bin ich immer «up-to-date», was Trends und Entwicklungen in unserem Gewerbe betreffen. Ausserdem schätze ich das Netzwerk und der persönliche Austausch mit den Sektionsmitgliedern.

Hast du einen Wunsch an Baukader Schweiz?

Ich wünsche mir, dass der Jahresabschluss besser ausfällt, als letztes Jahr ,und dass das Kursangebot weiterentwickelt wird.

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