Die Investorin PSP Swiss Property will auf dem historischen Gurtenareal mit 95 Millionen Franken investieren und schützenswertes historisches Ambiente der ehemaligen Brauerei Gurten zu erhalten.

Auf dem Areal der ehemaligen Gurtenbrauerei in Wabern entstehen 100 neue Wohnungen



1996 ist die kommerzielle Brauerei «Gurtenbier» eingestellt worden, worauf der grösste Teil der Gebäude auf dem allseits bekannten Areal ungenutzt blieben, wie die Könizer Gemeinderätin Katrin Sedlemayer am 4. März vor den Medien ausführte. Sie zeigte sich erfreut über die Pläne der PSP Swissproperty als Investorin für das sechs Hektaren grosse Gelände neben der Gurtenbahn. Seit 1996 blieb es bei vereinzelten Zwischennutzungen. Zurzeit haben sich hier eine Schreinerei, eine Möbelwerkstätte, eine Brockenstube oder eine Hundetagesstätte eingemietet. In einem bereits renovierten Gebäude befinden sich eine Küchenbaufirma und ein Goldschmiedeatelier.

Was gebaut wird
Im vorderen der Stadt Bern zugewandten Teil des Areals ist das lang gezogene fünfstöckige Projekt «Quellfrisch der Architekten Matti Ragaz Hitz AG und der W2 Architekten geplant. Die Profile für die fünfstöckige Gebäudezeile mit den Eigentumswohnungen im eher oberen Preissegment sind errichtet.
Im mittleren und hinteren Teil sind Gewerbe- und Dienstleistungsräume vorgesehen. Der historischen Bedeutung des Areals soll nach Christoph Sättler von der PSP Swissproperty Rechnung getragen werden. Nach Sättler soll die Geschichte des Brauereiareals lebendig gehalten werden. Das Projekt «Quellfrisch» verbinde die Vergangenheit mit der Gegenwart. Es werde hier nicht auf der grünen Wiese gebaut, sondern es werde ein bestehendes Areal modifiziert, was die Sache komplexer mache.
Die Gesamtnutzfläche beträgt 31 000 Quadratmeter. 15 000 Quadratmeter beansprucht das Wohnbauprojekt im vorderen Teil. 16 000 Quadratmeter sind für die Gewerbe- und Dienstleistungsräume vorgesehen.

Was erhalten bleibt
«Die Erhaltung der historischen Bedeutung des Areals» sind kein Lippenbekenntnis. Der Schornstein der ehemaligen Brauerei, das zentrale Sudhaus, die schützenswerte Direktorenvilla und die markante Fllaschenabfüllunganlage bleiben erhalten und werden sanft saniert. Hingegen das Schulhaus bei der Arealeinfahrt und die unterirdischen Katakomben für die Lagerung des Biers müssen weichen bzw. werden aufgeschüttet. Es sei als Erstes jedes Gebäude geprüft und untersucht worden, was sich daraus modifizieren lasse, wie Donat Senn von der BMP Management AG ausführte. Die BMP Management AG ist zusammen mit der Liebefelder Baumag AG verantwortlich für die Projektentwicklung und -koordination. Das Projekt Gurtenareal verspreche einen spannenden Nutzungsmix.

200 Parkplätze zur Hälfte in der Einstellhalle
Das Gurtenareal ist mit seiner erhöhten Lage neben der Gurtenbahn attraktiv und soweit gut erschlossen und zudem in nächster Nähe des Erholungsraums des Gurtengebiets. Nicht weit ist der Weg zum Neunertram Richtung Stadt. Zudem kann später möglicherweise auch ein direkter Zugang über die Geleise des BLS-Bahnhofs Wabern realisiert werden.


Auf dem ganzen Gelände sind 200 Parkplätze geplant. Gegenüber den ersten Plänen hat sich diese Zahl stark verringert. Von den 200 Parkplätzen sind rund 100 Parkplätze für das Wohnbauprojekt «Quellfrisch» in einer Einstellhalle geplant. Zur Ein- und Anbindung in das Quartier wird das «neue Gurtenareal von allen Seiten zugänglich sein.

Der Baufahrplan
Die erste Hürde ist mit dem Baugesuch genommen worden. Die Gemeinde Köniz und der Kanton Bern werden in den nächsten Monaten über das Baugesuch und das Gesamtkonzept befinden. Die Zeichen dafür stehen aber gut. Gemeinderätin Katrin Sedlmayer betonte an der Medienkonferenz, die Entwicklung des Gurtenareals entspreche der Strategie des Könizer Gemeinderats, an gut erschlossenen Standorten neuen Wohnraum zu schaffen. Auch Donat Senn der BMP Managment AG sieht in Hinsicht auf die Baubewilligung kaum Probleme, da das Gesamtprojekt ausführlich vorgesprochen worden sei. Doch sind noch Einsprachen wreden beispielsweise von Anwohnern noch möglich sein.


Wenn die Baubewilligung erteilt sein wird, können die Vorbereitungsarbeiten eingeleitet werden. Der Baustart ist für Mitte 2011 vorgesehen und es ist mit einer Bauzeit von zwei Jahren zu rechnen.

Text: Andreas Moning (Quelle Medienmaterial)
Bild: zvg PSP Swiss Property


www.gurtenareal.ch


drucken | empfehlen | zurück | top