Die Delegiertenversammlung Baukader Schweiz 2004.
Die Schweizer Baukader tagten zum wichtigsten Event mit vielen Gästen in der Munotstadt
22. Juni 2004: Am Wochenende, 5. und 6. Juni tagten rund 100 Delegierte von Baukader Schweiz aus 50 Sektionen im Hombergerhaus Schaffhausen und entschieden über wichtige Sachgeschäfte der Organisation der Schweizer Baukader. Ebenso viele Gäste aus Behörden, Institutionen, Partnerorganisationen lokaler und nationaler Prominenz sowie Partnerinnen der Baukader sind Teil der DV 2004 der Schweizer Baukader. Organisiert hatte dieses Wochenende mit attraktiven Begleit- und Abendprogrammen die Sektion Schaffhausen von Baukader Schweiz.

Den rund hundert Delegierten aus den 50 Sektionen von Baukader Schweiz oblag ein reich befrachtetes Programm an statutarischen Sachgeschäften, Bestätigungs- und Neuwahlen, neuen Mitgliedschaftsformen in der Organisation der Schweizer Baukader, der Neuausrichtung des Rechtsschutzes der Baukader, der Bildung eines Nachwuchs-Clubs und der entsprechenden Diskussionen und Voten, Grussworten und das Gastreferat von Heinz Pletscher, ehemaliger Zentralpräsident SBV, dass schliesslich leider zwei Programmpunkte fallen gelassen werden mussten.

 

Auftakt

 

Nach der Eröffnung der DV durch den OK-Präsident der Sektion Schaffhausen, Gildo Turri, begrüsste der Zentralpräsident Baukader Schweiz, Gerhard Fischer, die angereisten Delegierten, thematisierte in feinsinnigen Worten positive und negative Aspekte des heutigen Wertewandels bzw. des Wertezerfalls und leitete fortan souverän durch die DV 2004. Seitens der Stadt Schaffhausen begrüsste Baudirektor und Baureferent Kurt Schönholzer in seinem Kurzreferat die Delegierten und verschaffte Einblick in die (bau)wirtschaftliche Entwicklung in Schaffhausen. Seitens der Baumeister Schaffhausen-Weinland überbrachte Präsident Heinz Gloor in seinem Grusswort gute Wünsche und betonte die optimale sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit.

 

Statutarische Beschlüsse und Wahlen

 

Die statutarischen Geschäfte (Abnahme der Berichte, Jahresrechnung 2003, Bestätigungswahlen ZV und Neuwahl von Hanspeter Stettler in den ZV für den austretenden Andreas Mathys) liefen recht schlank durch die DV 04. Die Demission der lange Jahre wirkenden Anna Meier (ehrenvoll verabschiedet) als Revisionsstelle AME Treuhand AG führte zur Neuwahl der Gribi Treuhand AG Olten. Urs Schmidli wurde einstimmig als Ersatz für den lange wirkenden Heinz Strub (sein Wirken wurde ehrenvoll verdankt) in die GPK gewählt. Im weiteren genehmigte die DV das Tätigkeitsprogramm und das Rahmenbudget 2005.

 

Mitgliedschaftsformen und mehr Rechtsschutz

 

Als Vertrauensanwalt für die Westschweiz wurden Rechtsanwalt Richard Calame, Neuchâtel, und als zweiter Vertrauensanwalt für die Deutschschweiz Rechtsanwalt Martin Basler, Zofingen den Delegierten vorgestellt.

Zu Diskussionen Anlass gab der Antrag zur Erhöhung der Rechtsschutzlimite auf Fr. 250'000.- unter gleichzeitigem Abschluss einer Rückversicherung einschliesslich der Finanzierung derselben, welche die DV genehmigte wie auch die Bildung und Schulung von regionalen Vertrauensleuten für Erstkontakte bei arbeitsrechtlichen Problemen. Über Abläufe und Details des erweiterten Rechtschutzes wird Baukader in einer der nächsten Ausgaben berichten.

Die DV diskutierte rege schliesslich auch neue Mitgliedschaftsformen zur Stärkung der Organisation der Schweizer Baukader und unterstützt sie auch. Sie umfassen ein ganzes Paket einerseits als Probemitgliedschaft für unentschlossene Baukader für ein halbes Jahr mit einer attraktiven Angebotspalette. Im weiteren gehört dazu auch ein Sektionscoaching und die Entwicklung eines Baukader Jugend-Clubs. Baukader wird unter anderem weiter darüber berichten.

 

Gastreferat von Heinz Pletscher

 

Der Gastreferent Heinz Pletscher, ehemaliger Zentralpräsident des Baumeisterverbands, unterstrich die absolute Wichtigkeit engagierter Lehrlingsausbildung und Weiterbildung sowie die hohe Bedeutung des Verbands der Schweizer Baukader und die fruchtbare Sozialpartnerschaft. Er geisselte das immer militantere und arrogante Gebaren der Gewerkschaft GBI, der es ausschliesslich um Streik um des Streiks willen gehe, was Gespräch und die Suche nach Lösungen verunmögliche. Nur faires Miteinander, selbst hart in der Sache, gewährleiste eine gesunde Bauwirtschaft für alle Beteiligten. Er plädierte für Selbstverantwortung der Baubranche für eine zukunftsfähige Bauwirtschaft in schwierigem Marktumfeld. Baukader Schweiz sei ein verlässlicher Partner und vertrete und unterstütze die Baukader engagiert in Weiterbildung und sozialer Sicherheit.

 

Neuer GAV von Holzbau Schweiz, Syna und Baukader Schweiz und Zeitnot

 

In konzilianter Form skizzierte Hans Rupli, Zentralpräsident von Holzbau Schweiz, kurz die in die Wege geleiteten ersten GAV-Verhandlungen von Holzbau Schweiz mit der Syna und Baukader Schweiz unter ausdrücklichem Ausschluss der GBI als völlig neue und gemeinsame Sozialpartnerschaft in einem neuen Vertrauen echter Partnerschaft zur Sicherung gemeinsamen sozialen Wohlstands der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Bedauerlicherweise gerieten aus Zeitnot die Präsentation der die DV 2006 organisierenden Sektionen Basel Bauführer und Poliere, Liestal und Laufenthal-Thierstein sowie der Film über das Behindertenbauprojekt Mont Soleil der Region Bern unters Eis, was weder die Basler noch die Berner freute.

Zu Ehrenmitgliedern wurden für grosse Verdienste Andreas Gerig, vormals Leiter der Baukaderschule St. Gallen und Walter Stutz, Sektionspräsident Sektion Limmattal mit einer Laudatio vorgestellt und von der DV einstimmig als Ehrenmitglieder von Baukader Schweiz gewählt.

 

Ausklang

 

Während die Delegierten tagten, waren die rund 150 Gäste und Lebenspartnerinnen unterwegs im sogenannten Damenprogramm (siehe Bericht) zum Rheinfall und zur Klosterkirche Rheinau. Höhepunkt des abendlichen Banketts waren die Darbietungen der Schaffhauser Evergreeners im rauschenden Fest, das bis in die Nachtstunden dauerte.

 

Text und Fotos: Andreas Moning







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