Die Zürcher Baukader feierten am 9. April 2005 ein fürwahr rauschendes und würdiges Fest. Das OK 100 Jahre Sektion Zürich hat ein unvergessliches, abwechslungsreiches und unterhaltsames Jubiläumsfest geschaffen, das auf grossen Anklang gestossen ist.
Die Baukader der Sektion Zürich feiern 100-jähriges Bestehen
Die Baukader der Sektion Zürich von Baukader Schweiz feierten am Samstag im Hotel Spirgarten Zürich Altstetten mit einem fulminanten Fest zusammen mit vielen Gästen aus den weiteren Sektionen der Region Zürich/Schaffhausen, aus Partnerorganisation und Behörden ihr 100-jähriges Bestehen. Dr. Elmar Ledergerber, Stadtpräsident Zürich, fesselte am Nachmittag die Zuhörer mit einem hoch interessanten Gastreferat. Der Abend mündete in einen Galaabend mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm.
An die rund 250 Gäste aus den Sektionen der Region Zürich/Schaffhausen, Partnerorganisation, Behörden und Sponsoren haben sich zum denkwürdigen Fest des hundertjährigen Bestehens der Sektion Zürich im Spirgarten Zürich Altstetten eingefunden. Auf dem Vorplatz des Spirgartens begrüssten ein tonnenschwerer Spezialkran der Firma Bollhalder und ein Mobil-Hydraulik-Bagger Case der Firma Bamag Maschinen AG die Gäste. 

Spannendes Nachmittagsprogramm 

Höhepunkte im Nachmittagsprogramm war das Gastreferat von Stadtpräsident Dr. Elmar Ledergerber, die vielen musikalischen und schmissigen Einlagen, auch ihrer Rhythmusgruppe, der Kreismusik Limmattal, die Kurzreferate des Kantonsingenieurs Thomas Kieliger, des Zentralpräsidenten von Baukader Schweiz, Gerhard Fischer und natürlich auch des Präsidenten der Sektion Zürich, Markus Roesli, mit seiner Würdigung der 100-jährigen Sektionsgeschichte, aber auch der Gegenwart und Zukunft und weiteren Grussbotschaften seitens der Baumeister und Partner. Die weiteren Sektionen der Region Zürich beschenkten die feiernde Sektion Zürich mit originellen Geschenken. Mit Bravour moderierte René Rudin durch das Nachmittagsprogramm.

Einblick in die Stadt-, Bau- und Sozialpolitik der Stadt Zürich 
 
Das Gastreferat von Dr. Elmar Ledergerber, Zürcher Stadtpräsiden, faszinierte mit einem hochinteressanten Rückblick auf die Stadt- und Bau- und Sozialentwicklung der Stadt Zürich. Zur Gründungszeit der Zürcher Baukader herrschte 1905 ein veritabler Bauboom und führte zu einem sprunghaften Anstieg der Wohnbevölkerung. Aber auch Jahre der sozialen Unrast mit Streiks der Maurer und Metallarbeiter gingen der Gründung der Zürcher Baukader 1905 voran («gemeinsam gat’s besser»).

Heute wachse die Stadt Zürich wieder und der Wohnungsbau werde vorangetrieben (alle neuen Gebäude der Stadt Zürich im Minergiestandard). Mit grosser Befriedigung verzeichnet die Stadt Zürich die Auszeichnung als Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit.

Ledergerber legte eloquent dar, dass das Investitionsvolumen auch der öffentlichen Hand für eine positive Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Stadt Zürich hoch bleiben müsse. Noch selten sei die Zeit so optimal gewesen für Investitionen wie heute, auch im Bereich der Bauleistungen und belegte dies auch mit zahlreichen Beispielen der kantonalen und städtischen Entwicklung. Ledergeber würdigte auch die schwierige und äusserst verantwortliche Position der Baukader, die sich gewissermassen in der Sandwich-Position zwischen Bauherren, Architekten, der Bauunternehmung und den Bauteams befänden und die Wirksamkeit der Bauteams prägten. «Sie sind es, die mit Eurem Fachwissen aus einer Baustelle ein Bauwerk schaffen.»

Thomas Kieliger und Gerhard Fischer

Thomas Kieliger, Kantonsingenieur und Leiter des kantonalen Tiefbauamts Zürich dokumentierte eindrücklich, was zur Zeit im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen und der Entschärfung von Staus im Grossraum Zürich ansteht.

Gerhard Fischer, Zentralpräsident von Baukader Schweiz, führte aus, es erfülle ihn mit Stolz, dass die Sektion Zürich durch alle Fährnisse, welche die damals schwierige Sozialpartnerschaft mit den Baumeistern und der Bauentwicklung in hundert Jahren bedeuten konnten, sicher in eine erfolgreiche Gegenwart und Zukunft steuere. Es sei ein offenes Geheimnis, dass zu dieser Erfolgsgeschichte der Sektion Zürich, aber auch der gesamten Organisation Baukader Schweiz, unser Berufsstolz als Kaderleute im Bau zähle. Um 100 Jahre als Sektion erfolgreich bestehen zu können, brauche es Innovationskraft, Einfallsreichtum, Veränderungs- und Anpassungswillen, wenn notwendig und sinnvoll, auch Beharren auf Bewährtem. Und viel Bereitschaft zu unentgeltlichem Wirken.

Gerhard Fischer gab aber auch zu bedenken, dass die rigorosen Sparprogramme der öffentlichen Hand die Sicherheit der Infrastrukturanlagen empfindlich in Frage stelle und gleichzeitig Arbeitsplätze im Bauwesen gefährde und erst noch die Gesamtwirtschaft treffen würde. Gerade jetzt seien Investitionen wichtig.

Nach den Ehrungen der Apéro 
 
Nach den Ehrungen, unter anderem das älteste Mitglied der Sektion Zürich, folgte ein gemütlicher Apéro. Diesen prägten auf sympathische Art die Sponsoren HG Commercial, Fixit AG, Bollhalder Autokran AG und die Bamag Maschinen AG, die sich im Nebensaal mit kleinen Informationsständen präsentierten.

Der Galafestabend mit Schwung und Zauberei

Im inzwischen festlich geschmückten Saal nahm das Galabankett seinen abwechslungsreichen Lauf. Mit viel Schwung und lebenssprühendem tänzerischem und professionellem Können umrahmten die Darbietungen der Starlet Dancers das Programm mit wechselnden Tanzstilen und Kostümen die Gäste in den Bann. Die Panatonics sorgten durch den ganzen Abend bis spät für Stimmungs- und Tanzmusik mit einem bestechenden Musik und Instrumentenmix. Die mehr als erstaunlichen Zaubertricks des Zauberers Donini erstaunten gerade insofern, als Donini nicht in die übliche Zauberkiste griff, sondern mit unbekannten Tricks die Festtagsgäste mehr als verblüffte. Schliesslich blieb auch Raum zum gemütlichen Beisammensein bei Musik und Tanz. Der denkwürdige Tag der hundert Jahre Sektion Zürich war wirklich eine Reise wert in den Spirgarten in Zürich Altstetten. Ihm vorangegangen ist die professionell hervorragend gestaltete Festschrift „100 Jahre Sektion Zürich“: Auf rund 80Seiten der spannenden Vierfarbenbroschüre ist ein reicher Fundus aus dem Sektionsleben, aber auch rund ums Zürcher Bauleben entstanden, der sich lohnt, gewürdigt zu werden.

Text und Fotos: Andreas Moning  








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