Der Bauplan steht, denn am 4. Und 5. Dezember 2009 sollen die Bauarbeiten mit einem grossen Bahnhofsfest für die Bevölkerung laut Projektleiter Werner Dähler abgeschlossen sein
27 Millionen für die umfassende Bahnhofmodernisierung Olten
Nr. 10/2008: Am 11. September haben Stadtpräsident Ernst Zingg seitens der Stadt Olten und SBB-Infrastrukturchef Hansjörg Hess mit einem etwas anderen offiziellen Spatenstich den Auftakt für den grossen Umbau des Oltener Bahnhofs zu einem attraktiven Bahn- und Dienstleistungszentrum vollzogen. Entschieden mehr Raum für Bahnkunden soll es im Unterführungsbereich und den Aufgängen zu den Perrons geben, die zudem erhöht werden. Die Bahnhof-Insel zwischen den Geleisen 4 und 7 wird offener durch eine Glaswandkonstruktion gestaltet und neu durch zwei Treppen erschlossen. Die SBB investieren für die komplette Modernisierung des Bahnhofs 27 Millionen Franken, welche im Dezember 2009 abgeschlossen sein wird.

An sich hat die Modernisierung des Oltener Hauptbahnhofs bereits 2005 begonnen. Damals ist die schützenswerte grosse Perronüberdachung detailgetreu und recht aufwändig saniert und in den Zustand der Jahre 1899 bis 1928 zurückversetzt worden sind. Dies hat sich über die einzelnen Perronüberdachungen vollzogen und die Bahnkunden nicht behindert.

 

Umfassendere Erneuerungen

Die erfreuliche Zunahme der Bahnkunden bringt die SBB in verschiedener Beziehung in Zugszwang. Seien es Zugskapazitäten im Rollmaterial, Geleiseerweiterungen oder der Erweiterung der Infrastrukturanlagen für Bahnkunden.

Heute benutzen rund 80 000 Bahnkunden den Oltener Hauptbahnhof. In Anbetracht der Bahnkundenströme erhalten Bahnkunden in Olten insbesondere in der Hauptunterführung Martin Disteli, die vor allem um die Rush Hours mehr als belastet ist, entschieden mehr Raum. Hier werden sämtliche Läden und Stände in Wandnischen zurückversetzt und einquartiert, so dass die ganze Breite den Bahnkunden zur Verfügung steht. Dies gilt auch für die reichlich schmalen Perronaufgänge, bei denen manchmal dichtestes Gedränge herrscht. Sie werden verbreitert.

Der Zugang zur Bahninsel zwischen Gleis 4 und 7 wird offener gestaltet. Auch der Einstieg in die Züge wird durch die Erhöhung der Perrons 4 bis 12 auf 55 cm erhöht, was die Bequemlichkeit der Bahnkunden massiv verbessert.

Die beiden Gebäude auf dem Perron 4/7 werden baulich aufgefrischt, das heisst: Das gesamte SBB-Dienstleistungszentrum wird im südlich gelegenen Gebäude konzentriert. Das Bahnhofbuffett bleibt im nördlich gelegen Hauptgebäude, zusammen mit auch neuen Geschäften, wie Werner Dähler, Leiter SBB Projekt Management in Olten vor den Medien erläuterte. Der Oltener Hauptbahnhof wird also mit einem attraktiven Mix an SBB-Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten in die Zukunft gehen, wie Dähler erläuterte.

 

Freude beim Spatenstich

Ob Zürich oder Basel, Solothurn und Neuenburg: Alles rauscht durch den Bahnhof Olten. In gut einem Jahr wird der Hauptbahnhof Olten für die Gegenwart und Zukunft gut gerüstet sein. Was Wunder, dass sich Stadtpräsident Ernst Zingg und Infrastrukturchef Hansjörg Hess beim Spatenstich freuten. Die beiden sprayten als Spatenstich je das Logo der SBB und der Stadt Olten auf den Perronboden  zwischen Gleis 4 und 7. Infrastrukturchef Hess betonte dabei die gute Partnerschaft und Zusammenarbeit der SBB mit der Stadt Olten. Hier in Olten befinden sich quasi seit Anbeginn des Bahnhofs Olten die Industriewerke der SBB. Und Ernst Zingg bezeichnete die Gesamterneuerung einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Stadt Olten als zentraler Standort für wirtschaftliche Stabsfunktionen und Dienstleistungen sowie städtisches Wohnen im Mittelland. Für beides sei auch für die vielen Pendler die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr entscheidend. Dazu gehöre auch ein zeitgemässer, attraktiver Bahnhof.

 

Am 4.5. Dezember 2009 kommt das grosse Fest

Der Bauplan steht, denn am 4. Und 5. Dezember 2009 sollen die Bauarbeiten mit einem grossen Bahnhofsfest für die Bevölkerung laut Projektleiter Werner Dähler abgeschlossen sein.

Barbara Rytz hat die Gesamterneuerung des Bahnhofplatzes Bern «als Operation am offenen Herzen» bezeichnet. Das mag auf die Gesamterneuerung des Hauptbahnhofs Olten ebenfalls zutreffen. Während den Bauarbeiten steht kein Zug still. Das bedeutet für die Planung und die Projektarbeiten und die entsprechende Organisation und Koordination eine grosse Herausforderung. Aber auch von  den Bahnkunden wird eine gewisse Flexibilität gefordert. Auch gewisse Immissionen sind nicht vermeidbar.

Aber jedermann weiss ja, dass es zu ihrem Nutzen ist.

 

Text und Fotos: Andreas Moning

 






drucken | empfehlen | zurück | top