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Positiv zu denken schafft auch Positives oder: Viele Investitionen und Planungen lassen hoffen
Nr. 02 2009: Liebe Baufachleute

Durch die Finanzkrise, die uns die amerikanische Immobilienblase eingebrockt hat, ist zu befürchten, dass unsere Wirtschaft und auch die Bauwirtschaft, wenn vielleicht auch mit etwas Verzögerung, in Mitleidenschaft geraten. Im vierten Quartal 2008 ging es der Bauwirtschaft insgesamt gut: Volle Auftragsbücher und sogar Zunahme des Baustellenpersonals und steigende Lehrlingszahl im Bereich der Bauwirtschaft. Das erste Quartal 2009 dürfte sich noch durchaus verhalten gut entwickeln.

 

Es gibt viele Expertenmeinungen, wie sich die Zukunft 2009 und 2010 entwickeln wird. Heute jedoch bemühen sich auch die Politiker, welche Impulse zur Konjunkturförderung sie als Gegensteuer zur Rezessionsangst setzen können. Da ist zum Beispiel die Motion von Nationalrat Urs Hany, die von 58 Ratskolleginnen und Ratskollegen mitgetragen wird, worüber wir in diesem BAUKADER berichten.

 

Doch Rezessionsängste sind schlechte Berater und jetzt schon Wunden zu schlecken, ist falsch. Gerade in drohender Verschlechterung der Konjunktur heisst das Zauberwort: Investition! Oder auch der Glaube und der Optimismus, dass es besser wird, als uns Miesewetter-Ökonomen glauben lassen wollen. Zudem ist es auch immer die Frage, ob wir das Glas halbvoll oder das Glas Wasser halbleer beurteilen wollen.

 

Jedenfalls wollen wir in diesem BAUKADER nicht weiter darüber debattieren, wie sich die Bauwirtschaft in den weiteren Quartalen 2009 oder gar 2010 entwickeln wird. Wir konzentrieren uns aufs Positive. Denn für 2009 und 2010 ist gar Vieles in Planung. 5.5 Milliarden will der Bundesrat für die schlimmsten Nadelöhre auf Nationalstrassen und deren Beseitigung zur Verfügung stellen, in einem ersten Schritt sind dies 1.6 Milliarden. Oder: Der Bund will Bern Millionen für die Verkehrsinfrastruktur in den Agglomerationen zahlen, das heisst, 26 Agglomerationen und Städte sollen von 2011 bis 2014 Geld für den Ausbau des Verkehrs erhalten.

 

In diesem BAUKADER haben wir uns entschlossen, auch einmal einen Schwerpunkt zu Planungsprojekten zu schaffen, der doch zeigen will, dass trotz schlechten Unkenrufen sehr viele Investoren und Bauherren an die erfolgreiche Zukunft glauben und entsprechende Investitionen tätigen. Seien dies 50 Millionen für einen neuen Hauptsitz der CS, 71 Millionen für ein neues Tramdepot und Millionen für neue Alterswohnungen in Millionenhöhe. Ich habe mich bei diesen Planungsbeispielen auf Bern beschränkt. Sie lassen sich auf andere Zentren übertragen.

 

Das bestechende an der Motion von Nationalrat Hany aber ist, dass sie auch auf die KMU in der Bauwirtschaft ausgerichtet ist. Insgesamt gibt es also viel Ermutigendes, an die erfolgreiche nahe Zukunft der Bauwirtschaft zu glauben.

 

Herzliche Euer

 

Andreas

 

andreas.moning@baukader.ch

 



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