Die Bauwerkscanner für die Zustandsaufnahme werden in den Bauwerken mobil eingesetzt und sie sind den Anforderungen des Kunden an die geometrische Auflösung und an die Abtast-Dynamik angepasst.
Flir AG: Instandhaltungsplanung, Qualitätskontrolle und Zustandsanalyse im Tiefbau
Steigende Randbedingungen machen eine periodische Zustandserfassung in Tunnels, Stollen oder Kanälen notwendig. Technische Fortschritte, breitere Praxiserfahrungen und vertieftes Wissen in der Verfahrens- und Anwendungstechnik moderner Messverfahren führten in diesem Zusammenhang zu einer gerätetechnischen Entwicklung, mit welcher die personelle Zustandserfassung in Bauwerken erheblich vereinfacht oder gar erst gelöst werden können.

Zur Schadensvorbeugung und zur Instandhaltungsplanung liefern die modernen Messverfahren Informationen über schleichende Zustandsveränderungen, auch über solche, welche von blossem Auge nicht festgestellt werden können. Dazu werden entsprechende Messdaten periodisch erfasst, kartiert und verglichen, so dass für die Planung von Instandhaltungsarbeiten genügend Zeit zur Verfügung steht und die Instandhaltungskosten durch diese Art der Zustandserfassung erheblich reduziert werden. 

Wichtige Zustandsaufnahmen, um grössere Schäden zu vermeiden  

Bauliche Aktivitäten im Umfeld eines Tunnels oder Stollens, wie sie beispielsweise im Umfeld von Abwasserkanälen oder U- Bahn-Tunnels in einer Stadt auftreten, machen die laufende Zustandaufnahme unabdingbar, damit Ansprüche, welche durch die Bautätigkeit ausgelöst werden, schnellstmöglich festgestellt und abgemahnt werden können.

Periodisch erfasste und kartierte Messdaten bilden eine wichtige Grundlage zur Formulierung von Ansprüchen oder deren Abweisung, weil durch die Gegenüberstellung messtechnischer Daten unbestechliche Grundlagen vorgelegt werden können. 

Personeller und finanzieller Aufwand für Sanierung exakt beurteilen  

Im Falle der geplanten Bauwerksanierung muss der tatsächliche Zustand des Bauwerks bekannt sein. Die messtechnische Erfassung des tatsächlichen Zustandes eines Bauwerkes erlaubt es einem Planer, das Sanierungsprojekt und den notwendigen technischen, personellen und finanziellen Aufwand exakt abzuschätzen, was Bauzeit und Baukosten positiv beeinflusst. 

Der Bauwerkscanner  

Der Bauwerkscanner besteht aus einem stabilen, hermetisch geschlossenen Träger, auf welchem ein Sensor, die Synchronisation und die Abtastelektronik installiert sind sowie die Stromversorgung, Wegmessung und Einrichtung zur Datenspeicherung. Die Oberfläche des Bauwerks wird mit dem Rotationsprisma über den vollen Winkel von 360° abgetastet. 

Die NIR-Scanner  

Dieser Scanner erfasst die Oberfläche des zu untersuchenden Objektes in nahen IR-Bereich. (0-78 bis 1.2 Mikrometer) und wird eingesetzt, um Ausblühungen, Rissbilder oder chemische Veränderungen auf der Oberfläche sowie Oberflächenschäden sichtbar zu machen. Zur Feststellung chemischer Veränderungen ist auf dem NIR- Scanner eine entsprechende Pulsquelle montiert. 

Das KW-System  

Dieser Scanner erfasst die Oberfläche des zu untersuchenden Objektes in kurzwelligen IR- Bereich (Ab 3 Mikrometer bis 5 Mikrometer). Dabei werden Oberflächenschäden und Feuchtigkeit in Risszonen, auf- und unter der Oberfläche sichtbar. Zur Feststellung geringster Feuchtunterschiede ist auf dem NIR- Scanner eine Pulsquelle montiert. 

Das LW-System  

Dieser Scanner erfasst die Oberfläche des zu untersuchenden Objektes in langwelligen IR-Bereich (Ab 8 Mikrometer bis 12 Mikrometer). Dabei werden Oberflächenschäden, Kiesnester unter der Oberfläche, Ablösungen einer Beschichtung und Hohlräume sichtbar. Zudem können mit dem LW- System auch Leckwasserwege und in Kombination mit ergänzenden Verfahrenstechniken auch Leckzonen hinter dicken Betonwänden respektive im Untergrund sichtbar gemacht werden.

Zusatzscanner zur Geometrieüberwachung oder Spezialscanner zur Sichtbarmachung einbetonierter Eisen werden nach Bedarf bestückt. Sie sind grundsätzlich auf derselben Plattform aufgebaut wie die Scanner zur Datenerfassung. Alle Scanner (Normalbild, NIR-, kurzwelliges- oder langwelliges Infrarot sowie eventuelle Zusatzscanner können in beliebiger Stellung betrieben werden. 

Strahlungstechnische Messverfahren  

Strahlungstechnische Messverfahren (Im Spektralbereich von 0.7 bis 14 Mikrometer) arbeiten berührungslos und die Informationen gelangen mit Lichtgeschwindigkeit zu den Sensoren. Damit können Rohdaten, welche zur objektiven Bewertung des baulichen Zustandes flächendeckend erfasst und exakt in einen Plan übertragen werden. 
 
Grundlage «Wärmelehre»  

Eine Grundlage des Messverfahrens basiert auf der konventionellen «Wärmelehre» wo thermische Unterschiede auf der Oberfläche als Auswirkung der «Wärmeleitungì, der «Wärmekapazität» oder von «Dichteunterschieden», gemessen und bewertet werden. Thermische Unterschiede entstehen bei Hohlräumen, bei schlechter Hinterfüllung, unterschiedlich gutem Kontakt der Verkleidung zum Hintergrund sowie erhöhter Feuchtigkeit auf- in- oder hinter der inneren Ausmauerung.

Mit hochsensiblen Sensoren werden Temperaturunterschiede von 0.001°K, welche auf der Oberfläche einer inneren Auskleidung auftreten, erfasst und abgespeichert.

 

Text und Fotos: FLIR AG, Kosthausstrasse 10, 6010 Kriens

 

Der gesamte Fachbericht der FLIR AG kann via info@baukader.ch als pdf-Datei angefordert werden oder unter www.newsaktuell.ch/d (Schnellsuche: Flir AG) heruntergeladen werden.

 

Kontakt: FLIR AG, Christian Florin, Tel. +41/41-320-01-80; Fax +41/41-320-01-82; Internet: http://www.flir.ch





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