Die Aeschlimann Hochwasserschutz AG hat ein mobiles System entwickelt.
Schneller und zuverlässiger Schutz vor Hochwasserschäden
Die Firma Aeschlimann Hochwasserschutz AG in Zofingen hat mit dem Produkt AE X1 ein mobiles Schutzsystem gegen Hochwasser entwickelt und patentieren lassen. Bei drohender Hochwassergefahr kann eine Schutzwand aus Betonelementen in wenigen Minuten aus einer horizontalen in eine Schräglage hochgefahren werden. Die dicht verschliessenden Betonelemente bilden einen Schutzwall von bis zu zwei Metern Höhe.

Vor kurzem hat die Aeschlimann Hochwasserschutz AG, Zofingen, ein eigenes System für den Hochwasserschutz entwickelt und zum Patent angemeldet. Das System AE X1 besteht aus Betonelementen, die bei Hochwassergefahr aus der horizontalen Position in eine Schräglage aufgekippt werden. Im Normalfall dienen die Elemente als Gehweg, oder sie werden in die Vorplatzgestaltung integriert. Die absolut dichte Schutzwand lässt sich bei Hochwassergefahr in wenigen Minuten in eine Schräg-Schutzposition bis zu einer Höhe von 80 Zentimetern bis 2 Metern aufrichten. Das Aktivieren und Hochfahren der Schutzelemente kann mittels Hebegerät, mobilem LKW-Kran, Hubstapler, Pneulader oder auch automatisiert hydraulisch erfolgen.

Als Systemlösung den jeweiligen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasst  
Die Eigenentwicklung AE X1 ergänzt ein Hochwasserschutzsystem, das die Aeschlimann Hochwasserschutz AG seit dem 1. Juli 2003 besitzt und welches durch das Zofinger Unternehmen exklusiv in der Schweiz vertrieben wird; international erfolgt die Zusammenarbeit über Partner. Die Schutzsysteme dienen sowohl dem Objektschutz wie auch dem Uferschutz. Die Systemlösungen können somit individuell den jeweiligen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasst werden. 

Optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis  

Mit dem System AE X1 entfallen die Kosten für die Aufschüttung eines Dammes. Es ist kein Tiefgrund nötig. Es muss kein zusätzlicher Landerwerb getätigt werden. Und was vor allem wichtig ist: Es gibt keine Störung des Landschafts- oder Ortsbildes. Die Aktivierung des Systems ist auch viel schneller und sicherer als die Errichtung von Dämmen mit Sandsäcken. Kurz: Das mobile System AE X1 bietet ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis. Denn bei der Errichtung von Hochwasserschutzsystemen ist die Kosten-Nutzen-Analyse im Langzeitverhalten (LCC) zentral – sie muss in jedem Falle individuell erarbeitet werden. Bei Objekten mit einem hohen Schadenpotenzial wie Gewerbebetrieben, Lagerhallen, Verkaufsläden oder Industrieobjekten ist die Nutzenschwelle sehr schnell überschritten. Nebst den Kosten muss auch dem Landschafts- und Ortsbildschutz grosse Beachtung geschenkt werden. Das neue Produkt kann im nicht aktiven Schutzzustand als Geh- oder Fahrweg genutzt werden. Dies bringt den Vorteil, dass über die Möglichkeit einer farblichen Oberflächengestaltung das AE X1 vollumfänglich in das Landschaftsbild integriert werden kann; Anforderungen des Heimat- und Landschaftsschutzes können auf diese umweltfreundliche Weise uneingeschränkt berücksichtigt werden. Die Schutzmassnahmen stimmen in der Regel auch architektonisch gut mit dem Gebäudebild überein. Der Zugang zu öffentlichen Plätzen, Strassen oder Gebäuden ist ohne Behinderung möglich, weil die Lösungen massgeschneidert, individuell den Verhältnissen angepasst sind.

Gefahr ist vorhersehbar  

Feste und mobile Hochwasserschutzanlagen sind überall dort notwendig, wo wiederholt mit Hochwasser gerechnet werden muss, in erster Linie also entlang den Ufern von Seen und fliessenden Gewässern. Der Ort des Hochwasserereignisses ist in diesen Fällen ziemlich genau vorbestimmt. Die Systeme sind installiert und bei drohender Gefahr betriebsbereit. Mobile Hochwasserschutzanlagen müssen generell zuverlässig sein, sie müssen einfach zu bedienen, wirtschaftlich und schnell sein und automatisch funktionieren. Alle diese Anforderungen erfüllen die Schutzsysteme der Aeschlimann Hochwasserschutz AG.
450 Millionen Franken für Hochwasserschäden pro Jahr  

Ob die Gefahr von Hochwassern in den kommenden Jahren noch grösser wird, ist schwer voraussehbar. Überschwemmungen und Flutschäden gehören zur Geschichte der Menschheit. Beobachtungen über eine Periode von 700 Jahren zeigen, dass die Häufigkeit von Hochwasserereignissen schwankt. Eine signifikante Zunahme in den letzten Jahren auf Grund von Klimaveränderungen ist feststellbar. Mit Sicherheit voraussehbar sind Hochwasser in Regionen, wo sie beinahe jährlich wiederkehren. Und dort lohnen sich Schutzanlagen in jedem Fall, wenn man bedenkt, dass im Mittel der letzten 25 Jahre in der Schweiz pro Jahr 450 Millionen Franken für Hochwasserschäden aufgewendet werden mussten. Mit geeigneten Schutzanlagen könnte diese Summe erheblich reduziert werden.

Individueller Objektschutz gewinnt an Bedeutung  

Hochwasserschutz erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit. Berücksichtigt werden müssen Belange der Sicherheit, des Wasserbaus, des Landschaftsschutzes, des Naturschutzes und der Raumplanung. Im Bereich Sicherheit ist zwischen der Verantwortung des Staates in seiner Funktion als Hochwasserschutzbehörde und der Eigenverantwortung des Eigentümers zu unterscheiden. Weil sich der Trend verstärkt, dass grossräumige Schutzprojekte nicht mehr auf so genannte «Jahrhundertereignisse» ausgerichtet werden können, gewinnt der individuelle Schutz einzelner Objekte an Bedeutung.
Text und Fotos: zvg
 






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