Verbandskonferenz Baukader 2012 vom 16. Juni 2012 in Rothrist

Verbandskonferenz 2012


Die Delegierten haben am vergangenen Samstag die Rechnung 2011 und das Budget sowie den Tätigkeitsbericht 2013 einstimmig angenommen. Neben diesen ordentlichen Traktanden hat sie der Zentralvorstand über aktuelle Themen informiert. Anschliessend folgte ein spannendes Referat von Daniele Ganser, Friedensforscher und Institutsleiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research SIPER.

Zentralpräsident Adrian Hässig hat die Verbandskonferenz 2012 mit den Worten eröffnet: „Wer in Gedanken versinkt, hält inne um Vergangenes vorbeiziehen zu lassen, und auch um Visionen entstehen zu lassen." Er hat betont, dass Baukader nichts hat, was aus der Vergangenheit korrigiert werden müsste. Es warten aber vielfältige Aufgaben auf uns. Eine wichtige Thematik sind dabei die Sozialpartnerschaften. Heute wie früher werden in aufwändigen Sitzung Themen wie Mindestlöhne verhandelt, ohne dabei nennenswerte Erfolge zu erzielen. Uns Baukader bewegen andere Fragen: Der Druck auf das Kader nimmt zu und gerade das Gesundheitsthema gewinnt dabei an Wichtigkeit. Mit der Frage: „Kann im Endeffekt materieller Überfluss über der Gesundheit stehen?" hat Adrian Hässig eine Frage auf den Punkt gebracht, die uns alle bewegt.

Auch unsere Visionen sind klar. Mit der Regatta 2020 haben wir uns für einen markanten Mitgliederzuwachs entschieden. Bis heute haben wir unsere Ziele nicht erreicht. Dafür braucht es uns alle, jeder in seinem Bereich, oder wie Adrian Hässig zusammenfasste: „Unsere Vision umsetzen, das können wir nur alle zusammen, jeder an seinem Platz in der Organisation, jeder nach seinen Kräften!"

Anschliessend haben 32 anwesende Stimmberechtigte über die traktandierten Geschäfte beschlossen, und das Protokoll, die Rechnungen und der Jahresbericht 2011 und das Rahmenbudget 2013, nach den Erläuterungen von Pius Helg, genehmigt und dem Zentralvorstand Décharge erteilt.

Die Geschäftsführerin, Barbara Schiesser, hat anschliessend das Tätigkeitsprogramm 2013 mit den Schlagworten „wachsen", „vernetzen", „umsetzen" und „gemeinsam" umrissen. Gemeinsam wollen wir unsere Kultur pflegen, denn nur eine intakte Verbandskultur führt zum Erfolg. Barbara Schiesser schlägt die Auseinandersetzung mit zwei Fragen in diesem Zusammenhang vor: „Wie gehen wir mit Fehlern um?" und „Wie gehen wir miteinander um?" Wir möchten aus Fehlern lernen und uns vom zurückhaltenden „Ja, aber..." zum positiven „Ja, und..." entwickeln.

Bei den Informationen zur Regatta 2020 hat Christoph Egli besonders betont, dass offene Strukturen wichtig bleiben und Informationen ungehindert fliessen müssen. Der humorvolle Rückblick von Alfred Thommen mit der Unterstützung von SF TV auf das 100 Jahre-Jubiläum hat sicher viele Erinnerungen wachgerufen. Den aktuellen Stand der Verhandlungen mit unseren Sozialpartnern hat Urs Bendel erläutert und dabei auch einen allfälligen neu auszuhandelnden Vertrag für die Bauführer angesprochen. Eine grosse Gruppe anwesender Bauführer würde einen solchen sehr begrüssen. Mit den Ehrungen der drei 50jährigen Sektionen Zofingen, Frauenfeld und Neuchâtel und dem Traktandum „Verschiedenes", unter dem noch kurz die Thematik der Anerkennungsprämien angesprochen wurde, ging der ordentliche Teil zu Ende.

Nach dem Motto „Scherben bringen Glück" hat die HG Commerciale anschliessend das anlässlich des Jubiläumsevents in Bern von den Besuchern angefertigte Mosaik Baukader Schweiz übergeben in der Hoffnung, dass dieses einen Platz an der Geschäftsstelle findet.

Auf ganz andere Gedanken hat uns anschliessend Daniele Ganser mit seinem Referat zum Thema „Der Kampf ums Erdöl – Peak Oil" gebracht. Auf sehr anschauliche Weise und einer Prise Galgenhumor hat er ernsthafte Probleme der Erdölförderung und des Verbrauchs angesprochen und uns Gründe von Ressourcenkriegen näher gebracht. Klar ist für ihn heute, dass der Peak Oil – die Förderspitze der vorhandenen Ölfelder - weltweit erreicht ist. Kohle, Atomkraft und Erdgas sind keine Lösungen. So müssen erneuerbare Energiequellen gefördert werden. Dies sieht er als grosse Chance für das Baugewerbe und schliesst mit den Worten: „Man kann viel mehr, als man denkt. Und das nennen wir unsere innere Energie."

Wir danken unseren Sponsoren Profilsager AG und BR Bauhandel AG, dass Sie dieses Referat unterstützt haben.


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